2025-12-07

Sonne im Ca II K-Licht, Gruppe 4294 – 4296

Ort:Wulkaprodersdorf
Zeit:09:30 – 10:00 UTC
Bedingungen:Wolken, schlechtes Seeing
Beobachter:Viktor Wlaschitz
Instrumente:Takahashi FC76DS, Antlia Solar Discover CAK 5A, ASI585mm

Nach gefühlten Monaten ohne Sonne, hat sie am Vormittag kurz zwischen den Wolken hervorgeblinzelt. Naaa, wird eh wieder nix, sie war auch nur grad eine Minute zu sehen. Rundherum Wolken. Paar Minuten später wieder ein paar Sonnenstrahlen. Hmmm, soll ich doch alles vorbereiten? Pfeif drauf, Laptop in die Tasche gestopft, Kamera, Teleskop und Zubehörkoffer gekrallt und raus in die Sternwarte. Dach zur Seite, Montierung kalibriert, ins Haus, wieder in die Sternwarte, fix – ohne Brille geht ja auch nichts mehr, Mist – 2″ Verlängerung auch vergessen, hin, her, hin, her, …

Grrrr, hält das Wetter noch ein bissl aus? Stress! Für die neue Kamera hatten wir die Treiber aktualisiert und sogar ASI-Software neu installiert. Damals wurde die Kamera von ASI-Software und PHD-Guide erkannt. Firecapture hatten wir nicht getestet – natürlich wurde sie nicht erkannt. Na gut, schnell ASI-Software mit Planetenmodus aktiviert, kurz umgeschaut, wo was eingestellt wird, Kamera wird erkannt … aber grad wieder Wolken vor der Sonne. Wirds besser oder schlechter, egal bissl warte ich. Und das Warten wurde belohnt, zumindest für ein paar Serien mit kurzer Belichtung für die Oberfläche und eine Serie für die Protuberanzen am Rand. Dann wars auch schon wieder vorbei. Seeing war einfach nur grauslich flimmerig, das Fokussieren etwas mühsam, dafür ist das Ergebnis gar nicht mal so schlecht geworden. Mit der neuen Kamera passt die Sonne im FC76 vollständig auf den Chip und hat gegenüber meiner alten ASI120mm auch noch feinere Auflösung (Pixel 2,9 statt 3,76 Mikrometer).

Bericht, Fotos / VW