Fluorit Apochromat

Wie es dazu kam
Bei Viktor Wlaschitz konnte ich schon mehrmals durch den Vorgänger Takahashi FS-76 durchschauen. Reviews zu diesem Teleskop lobten es als als einen der besten kleinen Takahashi-Refraktoren, absolut farbfehlerfrei und ein perfektes Reise- und aufgrund der Kompaktheit ein Für-alle-Tage-Rohr. Einem hervorragenden Angebot von Teleskop-Austria konnte ich nicht widerstehen.





Optisches Design
Mit der zunehmenden Bedeutung der digitalen Fotografie sind auch die Anforderungen an hochwertige Optiken deutlich gestiegen. Aus diesem Grund hat Takahashi das bewährte FC-Design für den FC-76 DC speziell für den Einsatz an Digitalkameras neu entwickelt – das „D“ im Modellnamen steht dabei für „Digital“. Es handelt sich also nicht lediglich um eine Neuauflage, sondern um eine vollständig überarbeitete optische Konstruktion.
Die hintere Linse besteht aus hochwertigem Calciumfluorid (CaF₂), während für das Frontelement ein moderner Spezialglastyp zum Einsatz kommt. Dadurch konnte die bereits hervorragende Farbkorrektur des Vorgängermodells nochmals verbessert werden. Gleichzeitig wurde die Brennweite von bisher 600 mm auf 570 mm reduziert, was einem Öffnungsverhältnis von f/7,5 entspricht.
Tubus und Mechanik
Der FC-76 ist in zwei Ausführungen erhältlich: als FC-76 DC und FC-76 DS. Die leichtere und preisgünstigere DC-Version verfügt über eine feststehende Taukappe sowie einen Okularauszug mit 48 mm freiem Durchlass, wie er bereits vom FS-60 bekannt ist. Serienmäßig wird der Refraktor mit einem 1,25″-Okularanschluss ausgeliefert; ein 2″-Anschluss ist optional erhältlich. Dank seines geringen Gewichts eignet sich der FC-76 DC besonders für die visuelle Beobachtung und den mobilen Einsatz.
Der FC-76 DS richtet sich hingegen stärker an Astrofotografen. Er besitzt eine verschiebbare Taukappe sowie einen stabileren und größeren 2″-Okularauszug, der den Anforderungen moderner Kamerasysteme besser gerecht wird und eine höhere Belastbarkeit bietet.
Für beide Modelle stehen passendes Zubehör in Form eines Flattener- und eines Reducer-Systems zur Verfügung. Mit dem Flattener erhöht sich die Brennweite auf 594 mm (f/7,8), während gleichzeitig ein ebenes Bildfeld für scharfe Sterne bis zum Rand erzielt wird. Der Reducer verkürzt die Brennweite auf 417 mm und ermöglicht ein lichtstarkes Öffnungsverhältnis von f/5,5 – ebenfalls mit korrigiertem, ebenem Bildfeld. Der Flattener leuchtet dabei ein etwas größeres Bildfeld aus und erreicht bei 60 % Randhelligkeit einen Durchmesser von 40 mm, während der Reducer auf 36 mm kommt.
Ergänzend empfiehlt Takahashi für den FC-76 DC und DS den 1,6-fachen Extender. Mit diesem Zubehör erhöht sich die Brennweite auf 916 mm, wodurch ein Öffnungsverhältnis von f/12 erreicht wird. Damit eignet sich das System besonders für Anwendungen, bei denen eine höhere Vergrößerung und längere Brennweite gefragt sind.
Erfahrungen mit dem Gerät
Erfahrungen werden die nächsten Wochen und Monate gesammelt.
Technische Daten
| Optisches System: | Refraktor, Flourit Doublet Apochromat mit innenliegendem Fluoritelement |
| Öffnung: | 76 mm |
| Brennweite: | 530 mm |
| Öffnungsverhältnis: | f/7.5 |
| Lichtsammelvermögen: | 118-fach |
| Auflösungsvermögen: | 1,8“ |
| Bildkreis: | 88 mm |